Eine Reise zurück in die Zeit, als in Hessen die Kelten herrschten. Die Keltenwelt am Glauberg zeigt die alte Kultur mit wunderbaren Fundstücken und Erlebnis-Archäologie.

Die Kultur, die wir keltisch nennen, war einst über weite Teile Europas verteilt – und sie fand sich auch in Hessen am Glauberg. Dort hat man großartige Funde gemacht. So viele und so gut erhaltene, dass man dort ein Museum einrichtete: Die Keltenwelt am Glauberg. Wir haben sie besucht.

Der Glauberg ist ein Plateau, das sich rund 150 Meter über das umliegende Land erhebt – ideal zur Verteidigung. Seit 4.000 vor Christus haben dort immer wieder Menschen gesiedelt und verschiedene Schutzanlagen gebaut – im Mittelalter sogar eine Burganlage, die heute aber kaum nocht sichtbar ist.

Um 500 vor Christus lebten hier die Kelten. Am Fuße des Berges hinterließen sie eine komplexes Grab, in dem mehrere Fürsten bestattet wurden. Was man in diesen Gräbern gefunden hat, zeigt die Keltenwelt.

Das Gebäude und der Parkplatz der Keltenwelt liegt etwa auf halber Höhe zwischen dem Grabhügel und dem Hochplateau. Bei gutem Wetter bietet es sich an, zunächst den archäologischen Rundweg über den Berg zu gehen. Insgesamt ein schöner, nicht allzu anstrengender Spaziergang, der einen an den Überresten der Glauburg vorbeiführt.

Allerdings sollte man sich nicht allzu Spektakuläres dort oben erwarten: einige Grundmauern von Kellern aus dem Mittelalter, ein Wallabschnitt, ein altes Wasserreservoir, das ist im Prinzip alles.

Wasserreservoir und Eichen auf dem Glauberg
Wasserreservoir und Eichen auf dem Glauberg

Immerhin aber wird alles mit Tafeln ausführlich erklärt. Und die Aussichtsplattform ist auch nicht zu verachten, gibt sie doch einen wunderbaren Blick auf die hessische Landschaft.

Der Blick von der Aussichtsplattform
Der Blick von der Aussichtsplattform

Mir haben auf dem Plateau besonders die vielen Eichen gefallen – ich mag Eichen.

Das Fürstengrab am Glauberg

Hat man den Rundgang beendet, kann man sich der Grabanlage und dem Museum zuwenden. Den Hügel mit den Holzpfählen und den seltsam gewundenen Gräben darum, darf man sogar besteigen. Es macht Spaß zwischen dem seltsamen Gewirr umherzuwandern und in Gedanken eine vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen.

Blick auf das Grab vom Dach
Blick auf das Grab vom Dach

Der Museumsbau stellt den Gegensatz zur alten Grabanlage dar. Er ist in kühner neuer Architektur angelegt mit einer großen Fensterfront, die auf das Grab blickt.

Keltenwelt-Bau von unten
Keltenwelt-Bau von unten

Das Gebäuder der Keltenwelt am Glauberg

Im Gebäude der Keltenwelt am Glauberg setzt das Museum einem die Funde und die Grabanlage in Zusammenhang. Es erzählt nicht nur, was die verschiedenen Funde bedeuteten, sondern auch, wie die Archäologen der verschiedenen Epochen vorgegangen sind.

Die Fürstenstatue
Die Fürstenstatue

Die ausgestellten Stücke sind beeindruckend: Kunstvoller Schmuck aus Gold, alte Eisenschwerter, Metkannen und – natürlich – das Prunkstück der Sammlung: die Statue des Glaubergfürsten.

Hat man sich daran sattgesehen, kann man sich noch eine Weile vor das große Fenster setzen und den Blick auf die Grabanlage von Oben genießen. Hier sieht man den Verlauf der Gräben deutlicher. Wenn das Wetter es zulässt, kann man sogar auf das Dach des Gebäudes gehen und bekommt so einen noch besseren Blick auf das Monument.

Der Besuch in der Keltenwelt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jedem, der sich für die Kelten interessiert, wird der Glauberg ebenfalls Spaß machen.

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